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Unsere Klinik

Die Tierärztliche Klinik für Pferde Großwallstadt bietet Ihnen sowohl in der Fahrpraxis als auch bei der stationären Untersuchung und Betreuung Ihres Pferdes einen 24-Stunden-Service an jedem Tag des Jahres an.
Ein hauseigenes Labor, stationäre Anlagen und transportable Geräte stehen zur optimalen Behandlung Ihres Pferdes in unserer Klinik bereit.

Geleitet wird die Klinik von Dr. H. Fischer. Zudem sorgen derzeit 17 Tierärzte, 21 Mitarbeiter sowie ein orthopädischer Schmied für die Behandlung und Betreuung Ihrer Pferde.
Unserer Klinik angeschlossen ist die EquiProDenta mit 5 Tierärzten und 4 Angestellten.

News und Aktuelles

Was wissen sie über Kolik Chirurgie?

Sie finden ihr Pferd liegend und nach dem Bauch schauend vor. Dann fing es an sich aufzurichten, zu scharren und den Eindruck zu erwecken sich deutlich unwohl zu fühlen. Sie haben ihren Tierarzt umgehend gerufen und zwischenzeitlich ihr Pferd eine Stunde lang geführt. Ihr Tierarzt hat ihr Pferd untersucht und es unmittelbar in eine Klinik überwiesen. Nun stehen sie da, es ist Mitternacht, es ist kalt draußen, sie sind erschöpft und übermüdet und zu allem Überfluss müssen sie sich entscheiden ob sie ihr Pferd operieren lassen wollen.

Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass niemand gerne in solch einer Situation stecken möchte!

Unser Team der Pferdklinik Großwallstadt ist gerne bereit sie bei diesem schwierigen Prozess zu begleiten, denn glauben sie uns, wir tun das täglich. Manchmal sogar mehrfach täglich. Was für sie eine emotional belastende Ausnahme darstellt, ist für uns tägliche Routine. Deshalb können sie darauf vertrauen das wir für sie da sind. Wir möchten sie so genau wie möglich über den Sachverhalt informieren, damit sie eine, die Gesundheit ihres Pferdes betreffende Entscheidung fällen können, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, sowie auf die Erfahrungen dutzender Kolik-Chirurgen um den gesamten Globus. Wir möchten ihnen Faken präsentieren und alte Mythen, die auf „Stallgeflüster“ basieren, aufräumen.

Fakt 1
Kolik ist ein Symptom, keine Krankheit. Tatsächlich bedeutet „Kolik“ lediglich „abdominale Schmerzen“. Ursachen für eine Kolik können unterschiedlich sein und sich von Gas und Krämpfen im Dickdarm, über einer Verstopfung des großen Kolons, des Blinddarms oder des kleinen Kolons, eine Verlagerung des großen Kolons, einer Torsion des großen Kolons, einer Verstopfung des Dünndarms, einer Abschnürung des Dünndarms bis hin zu Magengeschwüren erstrecken.

Fakt 2
Der Haustierarzt muss so schnell wie möglich gerufen werden. Die Erstuntersuchung wird gewöhnlich von ihrem Tierarzt am Heimatstall durchgeführt. Dies ist essentiell und kann lebensrettend sein. Durchgeführt wird in der Regel eine komplette klinische Untersuchung, das eventuelle schieben einer Nasen-Schlund-Sonde, eine rektale Untersuchung und das Verabreichen von Medikamenten die der Haustierarzt als notwendig erachtet, damit es ihrem Pferd besser geht. Außerdem wird Der untersuchende Tierarzt aufgrund seiner klinischen Erfahrung darüber entscheiden ob ihr Pferd in eine Einrichtung geschickt werden soll, in dem es sowohl weitere diagnostische Möglichkeiten gibt, als auch eine Intensivüberwachung und OP-Möglichkeiten vorhanden sind. Kein Tierarzt, unabhängig von seinen Fähigkeiten kann zu jeder Zeit eine 100% Diagnose stellen. Rektale Untersuchungen ermöglichen dem Untersucher lediglich 30 % der Strukturen im Abdomen zu ertasten und es ist durchaus möglich, dass sich das Problem außerhalb dieser Reichweite befindet.

Fakt 3
Koliken sind ernste Notfälle deren klinisches Bild sich sehr rasch ändern kann. Deshalb werden wir die Untersuchung bei Ankunft in der Klinik wiederholen. Des weiteren werden wir eine abdominale Ultraschalluntersuchung durchführen und manchmal auch eine Bauchhölenpunktion um durch das gewonnene Punktat Rückschlüsse darüber ziehen zu können wie schwer die Darmentzündung ist.

Fakt 4
Kolik Chirurgie ist sowohl therapeutisch, als auch diagnostisch. Aus diesem Grund ist die korrekte Bezeichnung „explorative Laparotomie“. Wir werden versuchen so viele Informationen wie möglich auf eine nicht-invasive Art zu sammeln, dennoch sind manchmal die Befunde nicht eindeutig. In solchen Fällen, wenn ihr Pferd trotz Medikation immer noch Schmerzsymptome zeigt, wird eine OP die uns in die Lage versetzen eine aussagekräftige Diagnose zu stellen und eine entsprechende Therapie einzuleiten bevor die Situation sich verschlimmert.

Mythos 1
„Alle Pferde die einer Kolik-OP unterzogen werden, sind in so schlechtem Zustand, dass sie sterben werden.“ Absolut falsch! Wie schon gesagt, eine Kolik kann eine Vielzahl an Ursachen haben und es ist der Grad der Ausprägung der Ursprungserkrankung, welche die Überlebensrate bestimmt und nicht die Tatsache das, dass Pferd operiert wurde. Tatsache ist, dass schnell chirurgische Eingriffe die Überlebensrate erhöhen anstelle einer verspäteten Intervention.

Mythos 2
„Mein Pferd wird niemals wieder der alte“ Absolut falsch! Pferde die eine Kolik-OP hinter sich haben, können ein komplett normales Leben führen und sogar wieder im Sport eingesetzt werden. Zwei neuere amerikanische Studien belegen, dass 70% der Rennpferde die einer Kolik-OP unterzogen wurden, wieder ihr altes Leistungsniveau erreichen konnten. Die Rekonvaleszenszeit beträgt im Schnitt 3 Monate.

Quellen:
• Tomlinson JE, Boston RC, Brauer T. Evaluation of racing performance after colic surgery in Thoroughbreds: 85 cases (1996-2010). J Am Vet Med Assoc. 2013; 243: 532-7.
• Hart SK, Southwood LL, Aceto HW. Impact of colic surgery on return to function in racing Thoroughbreds: 59 cases (1996–2009) J Am Vet Med Assoc. 2014; 244:205-211.

Mythos 3
„Mein Pferd ist zu alt für ein Kolik-OP“ Absolut falsch! Alter ist keine Krankheit und bei Pferden schon gar nicht! Die Überlebensrate eines alten Pferdes mit gesundem Herz-Kreislaufsystem ist nicht schlechter als der eines jüngeren Pferdes.

Quelle:
• Southwood LL, Gassert T, Lindborg S. Colic in geriatric compared to mature nongeriatric horses. Part 2: Treatment, diagnosis and short-term survival. Equine Vet J. 2010; 42: 628-35.

Mythos 4
“Pferde erholen sich nicht vollkommen nach einer Resektion und Anastomose des Dünndarms“ Absolut falsch! Kolik Chirurgie hat in den letzte 10 Jahren einen riesigen Fortschritt gemacht und wir wissen heute viel mehr darüber als noch vor 15 Jahren. Das zeigt sich in einer enormen Verbesserung der Prognose von Dünndarmresektionen, die traditionell eine schlechte Prognose hatten. Wir können selbstbewusst behaupten das, die Rate des Überlebens bis zur Entlassung von Einschnürungsläsionen bei 90% und die Langzeit-Überlebensrate (6 Jahre nach Entlassung) bei 70%-80% liegt.

Quelle:
• Freeman DE, Schaeffer DJ. Clinical comparison between a continuous Lembert pattern wrapped in a carboxymethylcellulose and hyaluronate membrane with an interrupted Lembert pattern for one-layer jejunojejunostomy in horses. Equine vet. J. 2011; 43: 708-713.
Ihr eigenes Pferd mit einer Kolik zu sehen kann sie sich hilflos fühlen lassen und eine Emotionale Achterbahnfahrt bedeuten. Wir sind für sie da! Wir haben Jahre an spezialisierten Trainings genossen und tausende Fälle auf dem Konto. Wir garantieren das ihr Pferd die besten Chancen einer erfolgreichen Genesung haben wird.

  • prä-OP

  • intra-OP

  • 6 Monate später

Beinbruch beim Pferd – inzwischen meist kein Todesurteil mehr!

Welcher Pferdebesitzer kennt das nicht...
Man will sein Pferd, nichts Böses ahnend, von der Koppel holen --> dreibeing!
Erster Gedanke : „ Oh Gott, Beinbruch!“

Häufig ist es nur ein Hufabszess, oder eine Zerrung. In Einzelfällen handelt es sich aber tatsächlich um eine Fraktur.

Noch vor 20 Jahren war diese Diagnose für ein Pferd das Todesurteil. Doch dank der Fortschritte in der Medizin sowie den modernsten Technologien und Weiterentwicklungen im Bereich der Knochenbruchfixation ist es den Tierärzten heute möglich, unseren „Lieblingen“ zu helfen.

Seit mehreren Jahren verfügt unsere Klinik über voll ausgestattete Fixations-sets und bietet „rund um die Uhr“ fundiertes Wissen und bestmögliche Ausstattung um Frakturen beim Pferd zu behandeln.

In unserem Patientengut befinden sich Pferde, bei denen Frakturen diagnostiziert und erfolgreich therapiert wurden.

Zum Beispiel dieses Rennpferd:

Das Pferd kam nach dem Training dreibeinig in den Stall zurück. Die mobile, digitale Röntgentechnik ermöglichte die Diagnose vor Ort :
Fraktur des lateralen Kondylus (Röhrbeinbruch)
Das Pferd wurde vor Ort gecastet (Kunststoffgips) und in unsere Klinik transportiert. Dort erfolgte unter Vollnarkose die Fixation.

Nach 6 Wochen Klinik- Aufenthalt wurde das Pferd wieder entlassen und 14 Monate später rennt das Pferd wieder im Sport – und GEWINNT !!

Dies ist natürlich nur ein Beispiel, aber dieses Pferd beweist, dass ein Beinbruch nicht mehr das Ende eines Pferdelebens bedeuten muss…

Aktuelle Osteosythesen/Arthrodesen

SGS Zertifikat nach GVP

Die Produktzertifizierungsstelle der SGS Germany GmbH bestätigt,
dass die

Pferdeklinik Großwallstadt

die Anforderungen des
GVP Kodex - Gute Veterinärmedizinische Praxis,
in Anlehnung an DIN EN ISO 9001

erfüllt.


Zertifikat

Ab jetzt auch Ostheopatische Behandlungen & Akupunktur durch Michael Salzgeber und Chiropraktische Behandlungen durch Simone Belenski

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Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

wir freuen uns, Ihnen ab August diesen Jahres eine weitere diagnostische Möglichkeit anzubieten:

"Die dynamische Endoskopie"

Häufig zeigen sich Atemwegsprobleme nur bei fortbestehender Belastung. Wenige Minuten zwischen Reiten oder Longieren und Endoskopie lassen bei der Spiegelung in Ruhe Befunde nur noch erahnen.

Die „Dynamische Endoskopie“, Spiegelung des Kehlkopfes unter voller Belastung, überbrückt diese klinische Problematik.

Ihr Pferd macht ein Atemgeräusch unter Belastung, zeigt aber keine Symptomatik in Ruhe? Sie sind sich nicht sicher ob ein schon lange toleriertes Atemgeräusch unter Belastung Probleme bereitet oder die Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes deutlich reduziert?

Hier bietet Ihnen dieser schonende Eingriff klare Befunde und die Antwort wie diese Leistungsfähigkeit am besten wiederherstellbar ist.

Gerne beraten wir Sie hierzu detailliert persönlich.
Melden Sie sich bei uns. Die Dres. Gräf und Fischer stehen Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

  • chronische Wunden

  • chronische Wunden

  • Vakuum Pumpe

    Bildunterschrift XYZ

Vakuumtherapie in der Veterinärmedizin

Vakuumtherapie in der Veterinärmedizin, speziell beim Pferd
In der Humanmedizin wird schon lange erfolgreich mit Vakuumsystemen gearbeitet. Z. B. bei Patienten mit Ulcus Cruris, Ulcus cruris venosum, diabetischem Fußulcus, infizierten traumatischen Wunden, chronisch infizierten Wunden etc.
In der veterinärmedizinischen Literatur gibt es zurzeit noch wenige Fallberichte über die erfolgreiche Anwendung der VAC Therapy beim Pferd. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Anwendung der VAC-Therapy sich sehr positiv auf das Granulationsgewebe auswirkt, wenn es gelingt, das System über mehrere Tage erfolgreich anzulegen. Jedoch gibt es in der Praxis auch immer wieder Wunden, bei denen eine erfolgreiche Anwendung der VAC-Therapy nicht durchzuführen ist.
Hierzu beraten wir Sie gerne individuell.


Indikationen für das Anlegen eines VAC-Therapiesystems

Akute oder chronische Wunden mit großen Gewebedefekten oder freiliegendem Knochen sind die erste Indikation für die Entscheidung zu einer VAC Therapy.
Das primäre Ziel hierbei ist, das Fortschreiten der Granulation so schnell wie möglich voranzutreiben, eine Infektion der Wunde zu verhindern und den Gewebedefekt schnellstmöglich zu schließen.
Die Abdeckung von zum Teil freiliegenden Osteosynthese-Implantaten, die aufgrund massiver Gewebedefekte nach einem Trauma nicht mehr gedeckt werden können, zählen ebenfalls zu diesen Indikationen.
Eine weitere Indikation für die Verwendung eines VAC-Therapiesystems sind infizierte Wunden. Hierbei muss infiziertes Wundexsudat so schnell und schonend wie möglich von der Wunde drainiert werden, um ein sauberes Wundbett als Vorbereitung zur anschließenden Granulation zu schaffen.
Quelle: Dr. B. Rheiner, wissenschaftliche Mitarbeiterin Klinik für Pferde, Allgemeine Chirurgie und Radiologie Freie Universität Berlin

Auf den Fotos sieht man eine Wunde nach laparoskopischem Eingriff, die eine Peritonitis hervorgerufen hat.
Zwischen den Fotos liegen knapp drei Wochen unter Vakuumtherapie.

Quelle: aktueller Fall aus der Pferdeklinik Großwallstadt